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Aufwendungen eines Dritten als Werbungskosten des Steuerpflichtigen abziehbar

01.04.2006
Nach der ständigen Rechtsprechung können nur solche Aufwendungen als Werbungskosten abgezogen werden, die die persönliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen mindern. Die Mittelherkunft ist für den Abzug nicht bedeutsam. Aufwendungen eines Dritten, z. B. eines Elternteils, können demnach geltend gemacht werden, wenn der Dritte, statt den Geldbetrag dem Kind zu schenken, eine Schuld desselben in seinem Einvernehmen tilgt (Abkürzung des Zahlungswegs). Doch auch wenn z. B. der Vater im eigenen Namen, aber für den Steuerpflichtigen, einen Vertrag abschließt und die Zahlung leistet, können die Aufwendungen dem Steuerpflichtigen zugerechnet werden - wie der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 15.11.2005 (IX R 25/03) entschieden hat.

Eine solche Fallgestaltung ist insbesondere dann denkbar, wenn der Vater den Geldbetrag tatsächlich für ein bestimmtes Vorhaben schenken und um der Gefahr aus dem Wege gehen will, dass der Betrag anderweitig und nicht in seinem Sinne verwendet wird.

Im Streitfall konnte der Steuerpflichtige Aufwendungen seines Vaters als Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung geltend machen, nachdem jener im Interesse seines Sohnes Handwerker mit der Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen am vermieteten Objekt beauftragte und diese auch bezahlte.

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